Nur an zwei Tagen mehr als 1500 Badegäste / Probleme mit Muscheln / Dank an engagierte Mitarbeiter Hille (mt).
Eine ruhige Saison am Badesee Mindenerwald ist zu Ende geganen. Der letzte Eintrag der DRK-Mitarbeiter datiert vom 12. September: 16 Uhr, drei Badegäste. Von Claudia Hyna
Dieser Eintrag ist wohl symptomatisch für den Sommer, der seinen Namen an vielen Tagen nicht verdient hatte.
"Lediglich an zwei Sonntagen hatten wir mehr als 1500 Besucher", entnimmt Detlef Hartmann vom Amt für Bürgerservice den Aufzeichnungen des Roten Kreuzes. Das war am 10. Juni und gleich zwei Wochen später am 15. Juli. Sonst waren es an schönen Tagen auch gerne mal über 3000 Badegäste, die sich auf dem Gelände tummelten.
An den heißen Tagen im April haben sich seiner Einschätzung nach einige Leute gesonnt, die Wassertemperaturen waren zum Baden nicht geeignet. Da durchgängig wenig Betrieb war, gab es auch keine besonderen Vorkommnisse. Zwar sei auch wieder "Party gemacht" worden, doch das hielt sich im Rahmen.
Auffallend sind allein die recht häufig in den Protokollen auftauchenden Schnittverletzungen. "Wir haben viele Muscheln im Gewässer. Ob wir da etwas zur Bekämpfung tun müssen, wird demnächst besprochen." Auch mögliche geplante Neuerungen werden dann im Rathaus geklärt. Man müsse sich darüber im Klaren sein, dass der Posten "Badesee" regelmäßig bei den Haushaltsberatungen auf den Prüfstand gestellt werde.
Der Dank der Gemeinde gilt in diesem Jahr besonders dem im Sommer verstorbenen, langjährigen Platzwart Günter Nass. "Er war mit dem See verheiratet", so Hartmann. Seine Stelle übernahm Norbert Bittner, der für die Einarbeitung mit einem verregneten und kühlen Sommer Glück hatte. Hervorheben möchte die Gemeinde auch die Tätigkeit der Reinigungskraft Susanne Hoppmann. Hartmann: "Sie ist sich nicht zu schade, auch Sonntagmorgen um 6 Uhr die Toiletten aufzuschließen." Das sei in diesem wie schon in den zurückliegenden Jahren bei zwei Massentaufen der Fall gewesen. Vor dem Badebetrieb waren die sanitären Anlagen bereits wieder gereinigt.
Die Wasserqualität des Sees war durchgängig gut, auch gab es nicht - wie sonst häufig bei hohen Temperaturen - Probleme mit der Sichttiefe. In diesem Sommer hat sich das Gewässer richtig erholen können.
Am Wochenende war immer eine Aufsicht vor Ort. Bei sehr kühlem oder regnerischem Wetter gab es während der Woche häufiger keine Bewachung. Dann weht die rote Flagge, die den Gästen "Schwimmen auf eigene Gefahr" bedeutet. "Doch da war eh keiner im Wasser." Nun bleiben die zum Saisonende üblichen Aufräumarbeiten und der See steht wieder als reines Erholungsgebiet für Wanderer zur Verfügung.
Copyright © Mindener Tageblatt 2007
Erscheinungsdatum 20.09.2007
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